Der Umbau

Spatenstich zur Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses im Stadtteil Michelbach

Am Montag, 15. Mai 2023, feierte die Stadt Alzenau Spatenstich zur Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses im Stadtteil Michelbach. Bürgermeister Stephan Noll startete so gemeinsam mit Landrat Dr. Alexander Legler, Kreisbrandrat Frank Wissel, Vertretern der Stadt, ausführenden Baufirmen sowie Feuerwehr-Verantwortlichen offiziell die Baumaßnahme, die aufgrund der beabsichtigten Fusion der Stadtteil-Feuerwehren Michelbach und Kälberau erforderlich wurde.

Die Planungen des Erweiterungsbaus wurden dem Stadtrat bereits 2019 vorgestellt, damals aber wegen zu hoher Kosten abgelehnt. Anhand des Feuerwehrbedarfsplanes erkannte man 2020 aber, dass die Kälberauer am bisherigen Standort keine Möglichkeit der notwendigen baulichen Vergrößerung mehr hatten und dass deshalb die Erweiterung in Michelbach sinnvoll erschien. Somit entschied sich der Stadtrat im Mai 2021 um und vergab erste Planungsleistungen. Im November 2021 sprachen sich schließlich die Feuerwehr Kälberau und die Feuerwehr Michelbach mit einer klaren Mehrheit zu einem beabsichtigten Zusammenschluss aus.

Gebäudebeschreibung

Das derzeitige Feuerwehrgebäude wird aufgrund der Lage auf dem Grundstück in östlicher und westlicher Seite erweitert. Hier gliedern sich die Verwaltungs- und Schulungsräume an die eine Seite und an der anderen Seite die Fahrzeughalle mit den Umkleiden und Fachräumen.

In einem gesonderten Bauwerk, als Fertiggarage, wird das Notstromaggregat als Grenzbebauung zum Bahnparkplatz untergebracht.

Die durch die Erweiterungsbauten wegfallenden Parkplatze werden neu auf dem Grundstück ostseitig untergebracht und nach der geltenden Stellplatzsatzung mit Bäumen und Begrünung eingefasst.

Bauweise

Die Anbauten sind in massivem Mauerwerk mit Betondecken geplant. Der Verwaltungserweiterungsbau mit Schulungsraum und Einsatzzentrale erhält ein Flachdach, welches als Gründach ausgeführt werden soll. Des Weiteren werden die Fassadenflächen mit Fassadenbegrünung berankt. 

Die Fahrzeughallenerweiterung besteht wie der Bestand aus massivem Mauerwerk mit geneigter Blechdacheindeckung auf Holzbalkenträgern. Hier wird eine weitere PV-Anlage mit Speicher installiert.

Erdgeschoss

Der derzeitige Haupteingang bleibt örtlich bestehen, von diesem Eingang gelangt man über die Erschließung erdgeschossig durch einen Flur mit Garderoben in den Schulungsraum, dort sind Nebenräume und eine Küche angegliedert. Der Schulungsraum ist barrierefrei konzipiert, so dass hier eine multifunktionale Nutzung, für zum Beispiel Wahlen oder Blutspende, möglich ist. Auf dieser Ebene befinden sich ebenfalls WC-Anlagen inklusive eines behindertengerechten WCs.

Weiterhin wird an dieser Seite der Erweiterung ein Lagerraum gebaut, dieser ist durch eine Toranlage von außen separat erschlossen. Hier werden unter anderem die rollbaren Küchenteile untergebracht, welche in Verbindung als Notstützpunkt genutzt werden kann.

Auf der anderen Seite der Erweiterung, der Fahrzeughalle, schließen zwei weitere Stellplätze an. Die Umkleiden für die Herren werden rückseitig zur Bahnlinie hin vergrößert, um für alle aktiven Mitglieder einen Platz zu bieten. Die Erschließung der Umkleiden erfolgt direkt über die neue Parkfläche am hinteren Teil des Gebäudes, so dass weitere Wege und Kreuzungsverkehr vermieden werden können.

Die durch die Umkleiden-Erweiterung weggefallene Werkstatt wird nun im Anbau, sowie eine Schwarzraum- Schleuse und ein Trockenraum untergebracht. 

Die Umkleiden der Damen inkl. Dusch- und WC- Anlage sind neu in der alten Einsatzzentrale eingeplant.

Obergeschoss

Der Erweiterungsbau wird obergeschossig über die vorhandene Treppe mit einem neuen Treppenlauf erschlossen. Dort ist direkt die Einsatzzentrale mit Kommandanten- und Vereinsbüro angegliedert.

Im rückwertigen Bereich befinden sich die Räume für die Kinder- und Jugendfeuerwehr.

Die Baukosten werden nun in der nächsten Planungsphase weiter konkretisiert und belaufen sich derzeit auf rund 4 Mio. Euro, Fördergelder sind leider nur in geringer Höhe zu erwarten. Ein entsprechender Antrag wurde gestellt.

Maße und Daten

Das Gebäude wird mit rund 3800 m³ Umbauten Raum und 815 m² Nutzfläche erweitert.